Die Tour de France 2025 in Hauts-de-France: 4 Tage Volksbegeisterung und Sportfest
Mit vier spektakulären Etappen, abwechslungsreichen Landschaften, einer außergewöhnlichen Begeisterung der Bevölkerung und einer beispiellosen Mobilisierung wird dieser Grand Départ der Tour de France 2025 in Erinnerung bleiben.
Der Anstoß in Lille
Der Startschuss für die 112. Ausgabe fiel in Lille. Von den ersten Tagen an war die Metropole von Eifer erfüllt.
Mehr als eine Million Zuschauer säumten die Strecke. 500.000 Besucher strömten nach Lille, darunter 42.000 auf dem Grand'Place bei der Vorstellung der Teams am Donnerstag, den 3. Juli.
Festliche Stimmung: Blaskapellen, städtische Animationen, Familien in Gelb... Die Stadt hat sich in eine Fahrradhauptstadt verwandelt.
Der Belgier Jasper Philipsen gewann diese erste Etappe und übernahm das Gelbe Trikot.
Lauwin-Planque nach Boulogne-sur-Mer: die zweite Etappe
Das Peloton fuhr dann über die Straßen von Nord und Pas-de-Calais auf einer 209 km langen Etappe zwischen Ebenen und steilen Anstiegen. Die Feierlichkeiten begannen gleich nach dem Start in Lauwin-Planque, einem kleinen Dorf, das wie nie zuvor mobilisiert wurde. Die Strecke führte durch Douai, wo gerade das Gayant-Fest stattfand, und dann über die Côte d'Opale mit spektakulären Passagen in Outreau und Saint-Étienne-au-Mont mit 15 % Steigung. Eine große Menschenmenge jubelte den Läufern in jeder durchquerten Gemeinde zu, in einer sommerlichen Volksfeststimmung.
Von Valenciennes nach Dünkirchen: eine Etappe mit Wind und Regen
Dritter Tag in der Region, mit einer Etappe zu 100 % im Norden, die Valenciennes mit Dünkirchen verbindet.
Historische Rückkehr für Valenciennes, das zum ersten Mal seit 1990 Etappenstadt war. Das Peloton durchquerte das Bergbaugebiet, Béthune, dann den Mont Cassel, bevor es in Richtung Meer flitzte.
In Dünkirchen gab es einen herzlichen Empfang in einer festlichen Stadt, die von ihrem Karnevalsgeist und den in Massen angereisten Familien getragen wurde.
Die Fanzonen in Béthune, Seclin und Dunkerque gehörten zu den meistbesuchten des gesamten Grand Départ.
Tim Merlier gewinnt die dritte Etappe, die von Stürzen geprägt war, auf der Zielgeraden.
Amiens-Rouen: Die Durchquerung grüner Landschaften
Als letzter Akt in der Region Hauts-de-France hat diese Etappe die Picardie verlassen und sich in die Normandie begeben.
In Amiens waren die Einwohner anwesend, um die Läufer schon am Morgen zu begrüßen. Auf der Straße, von Crèvecœur über die Ebenen der Picardie bis nach Gournay-en-Bray, blieben die Menschenmassen nicht aus.
Die Bewohner des Departements Oise bereiteten der Tour einen herzlichen Abschied, der ihrer Verbundenheit mit dem Ereignis entsprach.
Der Slowene Tadej Pogacar gewann am Dienstag die vierte Etappe der Tour de France in Rouen vor dem Niederländer Mathieu van der Poel und dem Dänen Jonas Vingegaard.
Eine mobilisierte Region, ein leidenschaftliches Volk
Innerhalb von vier Tagen hat die Region Hauts-de-France erneut ihre Liebe zum Radsport unter Beweis gestellt. Mehr als 1,5 Millionen Zuschauer jubelten den vorbeiziehenden Fahrern zu. In jeder Stadt gab es Veranstaltungen, Fahnen an den Balkonen, mobilisierte Schulen, Vereine und Radsportclubs: Die Begeisterung der Bevölkerung war grenzenlos. Der Präsident der Region, Xavier Bertrand, begrüßte ihn: " DieRegion Hauts-de-France war das schönste Schaufenster des Volksradsports. Dieser Grand Départ ist ein kollektiver Erfolg".
Die Tour de France 2025 hat die Region Hauts-de-France am Dienstag verlassen, doch die Emotionen werden noch lange in den Herzen der Menschen bleiben.